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Windows Suche

 

Autor:

Oscar Kohler

Version:

0.11

Level:

Einfach

System:

Windows 7 +


 
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Aufgrund explodierender Datenmengen haben klassische Ablagesysteme und Volltextsuchen auf vielen Gebieten ausgedient und mussten neuen, intelligenten Suchverfahren weichen. Microsofts Antwort auf diese Entwicklung ist die "Windows Suche", früher auch "Windows Desktop Suche" genannt. In diesem Artikel werde ich ab jetzt die "Windows Suche" teilweise mit WS abkürzen.

Die Windows Suche ist ab Windows 7 inkludiert und bringt einige neue Funktionen und Möglichkeiten, aber leider auch einiges an Verwirrung und "Frust" mit. Dieser Artikel soll daher als Starthilfe dienen.


Was ist neu in der Windows Suche ab Windows 7 ?


Bei früheren Suchverfahren wurden ganze Verzeichnisse nach Dateien und deren kompletten Inhalt durchforstet. Bei den heutigen Datenmengen würde dieser Ansatz kläglich scheitern, zudem müsste der Anwender schon sehr viel Zeit und Geduld mitbringen.


Daher wurde das Suchkonzept bei der WS grundlegend geändert:

  • Datenquellen:

Die Suche beschränkt sich nicht nur auf das Filesystem, sondern kann mittels "Protocoll Handler" auch auf anderer Datenquellen, wie z.B.: Datenbanken oder Email ausgeweitet werden.


  • Indizierung:

Es werden nicht nur die Dateinamen indiziert, sondern auch Attribute und Textinhalte der Dateien.


  • Andvanced Query Syntax AQS:

AQS unterstützt nicht nur die einfache Textsuchen, sondern bietet einen umfangreichen Syntax um die Suche zu optimieren.


  • API:

Die WS bietet ein umfangreiches Programmier Interface um die Suche auch in eigenen Programmen verwenden zu können.


Katalog


Der Katalog ist das Herzstück der WS und vergleichbar mit einem Inhaltsverzeichnis über wichtige Informationen zu allen Dateien.

Dieser Katalog, der sogenannte Index, wird vom WS Indexer erstellt. Der Indexer klappert definierte Pfade nach definierten Dateien ab und sammelt "interessante" Attribute und Textstrings der gefundenen Dateien im Katalog.
Diese Attribute und Textstrings werden durch dateitypspezifische "iFilter" definiert, auf die später noch genauer eingegangen wird, und können beliebig erweitert werden.

Die Indizierung kann gezielt angestossen werden, geschieht in der Regel aber dezent im Hintergrund.

Informationen zu Dateien die im Index stehen findet die WS daher rasend schnell. Dateien die nicht im Index aufgenommen wurden, dagegen gar nicht. In diesen Fällen wird dann wieder klassisch durchsucht, natürlich im Schneckentempo.
Welche Informationen zu welche Dateien in welchen Pfaden in den Index aufgenommen werden sollen, kann gezielt konfiguriert werden. ( -> Systemsteuerung -> Indizierungs Optionen )

Windows versucht, das System möglichst wenig durch die Indizierung zu belasten. So wird generell mit niedriger Priorität indiziert und gar nicht, wenn das System bereits durch anderer Prozesse belastet wird, oder der Computer im Akku Betrieb läuft.


Einfache Windows Suche


  • Im Startmenu das gewünschte Programm suchen ...


Windows Suche im Start Menü

  • oder einen beliebigen Ordner / Bibliothek wählen und im Suchfeld rechts den gewünschten Suchbegriff eingeben ...


Windows Suche im Suchfeld

  • oder die Suchmaske mit [windows] + f aufrufen.


Windows Suche mit Windows - F


Gibt man im Suchfeld die Zeichen: "Te" ein, so werden bereits die ersten Treffer "test.txt" und "text.txt" aufgelistet. Wird nun ein weiterer Buchstabe "s" eingegeben, so wird nur noch die Datei "test.txt" angezeigt. Es genügt also, die Anfangsbuchstaben des gesuchten Wortes einzugeben um eine "Vorschau" zu erhalten.

Suchbegriffe behandelt die WS "case-insensitiv", d.h. Gross / Kleinschreibung ist unbedeutend.

Standardmässig und ohne weitere Angaben sucht Windows bei indizierten Dateien sowohl im Dateinamen, als auch in den indizierten Attributen, dies kann auch der Dateiinhalt sein. Bei nicht indizierten Dateien hingegen wird nur im Dateinamen gesucht, dies lässt sich aber in den Ordner-Optionen ändern.


Erweiterte Windows Suche


Die Suchengine bietet viele Möglichkeiten die Suchergebnisse bestmöglichst einzugrenzen. Dabei werden unterschiedlichste Methoden wie Wildcards, Suchfilter und Suchoperatoren angeboten.

Wildcards / Platzhalter


Folgende Wildcards werden aktuell unterstützt:

? ... ersetzt ein Zeichen,
* ... ersetzt beliebig viele Zeichen,
"" ... exakter Wortlaut. Dateikennung wird allerdings ignoriert.


Suchfilter / Attribute


Die Windows Suche kennt unterschiedliche Suchfilter / Attribute, die "unglücklicherweise" in die jeweilige Sprache übersetzt wurden.
So muss man auf einem deutschsprachigen System den Begriff "größe:", auf einem englischsprachigen jedoch "size:" benutzen.
Zu den Standard Attributen können sich je nach Dateityp weitere Attribute gesellen, die ebenso als Suchfilter verwendet werden können. Bsp.: Kann ein Bild zusätzlich das Attribut: "breite" und "höhe" beinhalten.

  • name:

Sucht nur im Dateinamen.


  • art:

Schränkt die Suche auf die Art, z.B.: Bilder, Musik ein.


  • datum:

Sucht abhängig vom Änderungsdatum.


  • autor:

Sucht im Autoren Attribut.


  • typ:

Schränkt auf den Dateityp z.B.: .doc ein.


  • größe:

Sucht abhängig der Dateigrösse.


  • inhalt:

Sucht nur im Dateiinhalt.


Will man sich die Suchfilter nicht in allen möglichen Sprachen merken müssen, so kann man auf die "syteminternen" Suchfilter zurückgreifen.

  • System.FileName:

Sucht nur im Dateinamen.

   

  • System.Kind:

Schränkt die Suche auf die Art, z.B.: Bilder, Musik ein.


  • System.DateModified:

Sucht abhängig vom Änderungsdatum.


  • System.Author:

Sucht im Autoren Atribut.


  • System.Keywords:

Sucht Dateien die mit dem Keyword "getagged" wurden.


  • System.Size:

Sucht abhängig der Dateigrösse.


Windows Suche Filter BegriffGibt man den Filterbegriff korrekt ein, so wird dieser blau eingefärbt und es erscheint, abhängig vom Filtertyp, eine Auswahlbox oder eine Auswahlliste.

Der abschliessende Doppelpunkt muss immer angegeben werden.










Filteroperatoren


je nach Suchfilter können unterschiedliche Operatoren verwendet werden:


= ... entspricht
~= ... enthält
~! ... enthält nicht
~< ... beginnt mit
~> ... endet mit

< ... kleiner
> ... grösser
<> ... ist nicht


Logische Operatoren


Suchbegriffe können untereinander logisch ( durch boolsche Operatoren ) verknüpft werden.
Mehrere voneinander getrennte Begriffe werden automatisch UND verknüpft, d.h.: alle Begriffe müssen zutreffen.

Folgende Operatoren werden aktuell unterstützt.

  • UND

  • NICHT

  • ODER


Die Operatoren müssen gross geschrieben werden.
Auch die Operatoren wurden regional übersetzt. Allerdings sind hier auch die englischen Begriffe erlaubt.

  • AND

  • NOT

  • OR


Anstelle kann auch die Kurzform angegeben werden.

  • + ... UND

  • - ... NICHT


Begriffe können zudem mit Klammern gruppiert werden.


Windows Suche in Datei Inhalten


Gerade die Suche in Dateiinhalten sorgt immer wieder für Verwirrung und Frustration. Der Grund dafür liegt vielleicht in der Methodik, wie WS in Dateien sucht.

Wie anfangs erwähnt, stützt sich WS immer auf den Index und greift nur dann auf die "klassische" Suche zurück, wenn die durchsuchten Daten nicht zuvor indiziert wurden. Daher werden alle "suchrelevanten" Details der Daten soweit wie vernünftig möglich indiziert: Name, Attribute und Texte.
Alle Daten volltext zu indizieren, d.H.: alle Daten komplett in den Katalog zu schmeissen wäre unvernünftig, da es den Rahmen sprengen würde.

Beispiel: Mindmap


Eine Mindmap besteht nicht nur aus den Texten für Äste und Felder, sondern auch aus Metadaten und Mediendaten wie Bilder, Videos und Audios. Die rohen Mediendaten sind im Sinne der Suche in der Regel  weniger interessant. Eher interessieren uns die Texte, Attribute und Beschreibungen der Mediendaten die einen Bruchteil der eigentlichen Datei ausmachen.

Aus diesem Grund  braucht es eine Möglichkeit, die für die Suche relevanten Attribute und Texte aus den Dateien zu extrahieren.
Hier kommt die Technik der iFilter ins Spiel.

iFilter


iFilter sind "Plugins" der WS, die es ermöglichen, suchrelevante Informationen wie Attribute und Strings ( Texte ) aus den Daten zu extrahieren. Daher stammen die iFilter oft vom Software Hersteller. Mit dem iFilter steigt und fällt das Suchergebnis. Im einfachsten Fall ist dies ein "Plain Text iFilter", der den Dateiinhalt als Text indiziert.


Windows Suche iFilterIn den Index Optionen kann für jeden Filetyp angegeben werden, ob nur die Dateieigenschaft, oder zusätzlich auch der Dateiinhalt indiziert werden soll. Welche Inhalte indiziert werden, bestimmt der iFilter.



















Für die Suche im Dateiinhalt selbst ist es allerdings egal, ob die Daten zuvor indiziert wurden. Im Dateiinhalt wird immer mithilfe der iFilter gesucht. Findet sich kein passender iFilter für den Dateityp, dann wird der Dateiinhalt auch nicht durchsucht und somit auch nichts gefunden. Das ist ein grosser Unterschied zur klassischen ( XP ) Suche, bei der es möglich ist, eine Volltextsuche durchzuführen.

Kurz: Um nach Strings in einer Datei zu suchen, muss ein für diesen Dateityp passender iFilter installiert sein.

Per default wird nur bei indizierten Daten der Dateninhalt berücksichtigt. Bei nicht indizierten Daten wird nur im Namen gesucht.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten gezielt in Dateninhalten zu suchen:

  • Nach der ersten "erfolglosen" Suche erhält man nun die Möglichkeit, auch in Dateiinhalten zu suchen.


Windows Suche Dateiinhalt

  • Angabe des Suchfilters "inhalt:"


Gibt man im Suchfeld als Filter "inhalt:" ( englisch: "content:" ) ein so wird der Suchbegriff im Dateiinhalt gesucht.
"inhalt:toll" sucht den Begriff "toll" im Dateiinhalt.

  • Einstellungen der "Ordner & Such" Optionen


In den "Ordner und Such Optionen" des Ordners kann man beim Reiter "Suche" einstellen, ob bei nicht indizierten Dateien nur im Dateinamen oder auch in Dateiinhalten gesucht werden soll.

Windows Suche Folder Options

  • Aufnahme in die Indizierung


Zuletzt kann man den Dateityp natürlich auch in die Indizierung aufnehmen.
Das macht allerdings nur dann Sinn, wenn häufig in den Dateiinhalten dieses Typs gesucht wird und wenn ein vernünftiger iFilter für diesen Typ zur Verfügung steht.

Suche speichern


Windows Suche Suchanweisungen können unter Umständen recht komplex werden. Um nicht immer das Rad neu erfinden zu müssen, bietet Windows die Möglichkeit, die Suche zu speichern. Dies geschieht über den Save Button im Suchergebnis.

Windows Suche speichern / save

Speichert man die Suche auf dem Desktop, so kann man sich eigene virtuelle Sammlungen anlegen. Beim Anklicken erhält man dann beispielsweise alle .cpl's die im "\system32" liegen.

.search-ms

Gespeichert wird die Suche als XML Datei mit der Erweiterung: ".search-ms".
In dieser Datei wird die Suche im Query Syntax Format ( AQS, NQS ) abgelegt.

Technische Details


Die Daten werden durch den "Windows Search" Service indiziert, hinter dem die "SearchIndexer.exe" steckt.

Der Index ist eine Jet DB, die auch bei Exchange und Active Directory Verwendung findet, mit dem Namen: "Windows.edb".
Standardmässig befindet sich die DB in folgendem Folder: "%ProgramData%\Microsoft\Search\Data\Applications\Windows".
Dies kann jedoch konfiguriert werden.


 
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Letzte Änderung: 03.02.2015
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